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Automobilzulieferer Continental migriert PLM-Daten über OpenPDM

Von Bernd Döbel

Die Continental AG, einer der weltweit größten Automobilzulieferer, setzt seit einem Jahr die OpenPDM-Suite von PROSTEP ein. Unsere Plattform für die PLM-Integration, -Migration und Kollaboration reduziert nicht nur den Aufwand für die Datenmigration beim Carve-Out der Tochtergesellschaft Vitesco, sondern unterstützt Continental auch bei der Harmonisierung seiner heterogenen PLM-Landschaft.

Mit mehr als 241.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 44,5 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2019 ist Continental einer der größten Automobilzulieferer der Welt. Das Unternehmen hat den gesamte Powertrain-Bereich einschließlich der elektrischen Antriebstechnik in eine eigenständige Tochtergesellschaft eingebracht, die unter dem Namen Vitesco Technologies an die Börse gebracht werden soll. Um den Carve-Out nicht durch eine lange Systemauswahl zu verzögern, entschied Continental, bei Vitesco soweit möglich die gleichen Systeme und Konfigurationen einzusetzen wie bisher. Wobei Continentals PLM-Systemlandschaft noch nicht konzernweit einheitlich ist. PTC Windchill ist zwar das meistgenutzte PLM-System, aber einige Konzernbereiche arbeiten noch mit SAP PLM in Verbindung mit der CATIA-Integration SC5.

Die Aufgabe von PROSTEP bestand zunächst darin, die für die Antriebstechnik relevanten Produktdaten aus der bestehenden Windchill-Installation bei Continental zu exportieren und in die separate Instanz von Vitesco zu migrieren. Mit Hilfe von OpenPDM und den Standard-Konnektoren zu PTC Windchill konnte dieser Prozess automatisiert werden. Die Protokollierung sämtlicher Austauschvorgänge stellte zudem sicher, dass die Daten in kontrollierter Qualität im Zielsystem ankamen.

Continental will unsere PLM-Integrationsplattform außerdem für die Harmonisierung der historisch gewachsenen PLM-Landschaft nutzen, die eine schrittweise Ablösung der SAP PLM-Installation durch PTC Windchill vorsieht. Zwar hat das Unternehmen den Großteil der Bestandsdaten im Kontext einer Bulk-Migration schon von einem Engineering-Dienstleister migrieren lassen, aber die Verarbeitungshoheit wurde nicht in jedem Fall an Windchill übergeben. Es gibt punktuell noch die Anforderung, SAP PLM zu nutzen und den Anwendern die Entscheidung zu überlassen, wann sie die Daten mit der Datenhoheit an Windchill übergeben. Hierzu haben wir auf Basis von OpenPDM eine Integration zwischen SAP PLM und Windchill geschaffen, die den Anwendern die notwendigen Funktionen für die ad-hoc-Übertragung bereitstellt.

OpenPDM kommt bei Continental in zwei unterschiedlichen Szenarien zum Einsatz, die zeigen, wie flexibel die Integrationsplattform an unterschiedliche Anforderungen angepasst und genutzt werden kann. Bei der Windchill-Windchill- Migration im Vorfeld des Vitesco Carve-outs geht es um eine hochautomatisierte Lösung, während die SAP PLM-Windchill-Übertragung von den Anwendern gesteuert wird. In beiden Fällen jedoch erfolgt die eigentliche Datenübertragung vollautomatisiert als asynchroner Prozess im Hintergrund.

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