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Blockchain und Additive Fertigung: Geht das zusammen?

Von Martin Holland

Ja das geht, und wir haben es im Rahmen des SAMPL-Projekts gezeigt. Seit fast drei Jahren entwickelt PROSTEP zusammen mit sieben Partnern eine durchgängige Lösung für den fälschungssicheren Austausch von 3D-Druckdaten. Schlüssel dazu ist die Nutzung der Blockchain- bzw. Distributed Ledger-Technologie. Am 10. Oktober 2019 werden wir bei einer Anwendertagung im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg die Projektergebnisse vorstellen.

Additive Fertigungsverfahren ermöglichen die schnelle Herstellung von Bauteilen, z.B. Prototypen oder Ersatzteilen, werfen aber eine Reihe von sicherheitstechnischen und urheberrechtlichen Fragen auf. Gerade bei sicherheitskritischen Bauteilen muss gewährleistet sein, dass nur autorisierte Personen Zugriff auf die relevanten Daten haben, nur die unveränderten Originaldaten für eine genau definierte Anzahl an Bauteilen verwendet werden und ein Missbrauch durch Raubkopien ausgeschlossen ist. Genau das stellt die Secure Additive Manufacturing Plattform (SAMPL) sicher, die wir zusammen mit Partnern im Rahmen des SAMPL-Projekts entwickelt haben.

SAMPL ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördertes Verbundprojekt mit dem Ziel, eine durchgängige Sicherheitslösung von der Entstehung der digitalen 3D-Druckdaten über den Austausch mit einem 3D-Druckdienstleister und seinen abgesicherten Trusted 3D-Druckern bis zur Kennzeichnung der gedruckten Bauteile zu entwickeln (Siehe www.sampl-3d.de). Dem Konsortium gehören neben Konsortialführer PROSTEP die Hamburger Unternehmen NXP Semiconductors und consider it, die Firma 3D MicroPrint aus Chemnitz sowie die Universitäten Hamburg und Ulm, die TU Hamburg, das Fraunhofer Institut ENAS, Chemnitz und Airbus, EvoBus und DWF als assoziierte Partner an.

Grundlage von SAMPL ist PROSTEPs sichere Datenaustauschlösung OpenDXM GlobalX, in die wir ein digitales Lizenzmanagement auf Basis der Blockchain-Technologie integriert haben. Die Lösung unterstützt den gesamten Lebenszyklus von der Übertragung der CAD- und der Prozessdaten zu den abgesicherten 3D-Druckern bis zur Dokumentation des gesamten Druckprozesses. Um sicherzustellen, dass auch nur die gedruckten Originalteile verbaut wurden, können sie per RFID oder anderer Merkmale zweifelsfrei identifiziert werden.

Wie das digitale Lizenzmanagement funktioniert, hat PROSTEP schon auf verschiedenen Veranstaltungen und Messen anhand des SAMPL-Demonstrators gezeigt. Bei der Veranstaltung am 10. Oktober 2019 im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg werden jetzt nicht nur die Projektergebnisse vorgestellt, sondern auch Industriepartner, wie z.B. Weidmüller, werden über ihre Erfahrungen mit der Integration von 3D-Druck und Blockchain-Technologie im SAMPL-Projekt berichten. Darüber hinaus wird die Anwaltskanzlei DWF zu Aspekten wie IPP-Schutz und Schutz der Unternehmensdaten Stellung nehmen, die Auswirkungen auf den fälschungssicheren Austausch von 3D-Druckdaten haben. Es wird sicher spannende Diskussionen geben. Wir laden Sie herzlich ein, an der Veranstaltung teilzunehmen und ihre eigenen Beiträge einzureichen. Senden Sie hierzu bitte Ihre Vorschläge im Umfang von ca. 100 Wörtern bis zum 30.07.2019 an Christian Gentili.

Weitere Informationen finden Sie demnächst auf der SAMPL -Webseite. Oder Sie wenden sich direkt an den zuständigen Projektmitarbeiter Christian Gentili

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