Der Volkswagen-Konzern erklimmt derzeit mit großer Energie die nächste Evolutionsstufe seiner System- und Prozesslandschaft. Das erfordert mutige, innovative Lösungsansätze. Solche Ansätze ergebnisoffen mit Ideengeber*innen
aus verschiedenen Unternehmen zu diskutieren, war das Ziel des diesjährigen PROSTEP TechDays.
PROSTEP wirkt seit Jahren mit verschiedenen Teams aktiv an der Gestaltung der Prozesse des Volkswagen-Konzerns mit, nicht nur bei der Konzern-IT, sondern auch bei mehreren Konzernmarken, vor allem in Wolfsburg, München, Stuttgart und Hannover. Unsere Mitarbeiter*innen übernehmen hierbei oft die Initiatoren-Rolle neuer und unkonventioneller Lösungsansätze.
Wo die Reise hingehen soll, erläuterte Dr. Markus Blum, Leiter E2DT bei Volkswagen, in seiner Keynote zum Auftakt der Veranstaltung. Blum machte die besonderen Herausforderungen und Chancen der nächsten Jahre deutlich: Das Erreichen eines weltweiten Entwicklungsverbunds, die Durchgängigkeit in den datenbasierten Prozess und die Modernisierung der IT-Landschaft in der Fahrzeugentwicklung sind hier wichtige Ziele. Zugleich betonte er die Potenziale, die der Einsatz KI-basierter Werkzeuge für die Fahrzeugentwicklung bietet.
Zwei Leitthemen verbanden auf dieser Grundlage die Beiträge von PROSTEP und unseren Partnern ABAT, Accenture, CONTACT, PTC und UNITY auf dem TechDay: Zum einen die künftige Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) in diversen Funktionen und Rollen und mittelfristig die Entwicklung von KI-basierten Werkzeugen von Hilfsmitteln zu autonom gestaltenden und entscheidenden Agenten. Damit eng verwoben trat dann vor allem die wachsende Bedeutung der sprachlichen Integration des Konzerns mit seiner Vielzahl an Landes- und Fachsprachen ins Zentrum der Diskussion. Denn hier schafft Volkswagen schrittweise die Basis für ein umfassendes Anforderungs-Management, das den gesamten Fahrzeug-Lebenszyklus strukturieren wird. Dafür hat PROSTEP den Leitbegriff des „Requirements Backbone“ entwickelt, der im Kontext von MBSE und Software-Defined Vehicle (SDV) die Topologie als Leitprinzip des Fahrzeug-Lebenszyklus schrittweise ablösen wird.