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PROSTEP zeigt auf Events für Schiffbau und Anlagenbau Flagge

Von Johannes Lützenberger

Schiffbau und Anlagenbau sind Branchen, denen PROSTEP seit langem ein umfassendes Portfolio an Beratungsdienstleistungen und Digitalisierungs-Lösungen bietet. Um die Kontakte zu bestehenden Kunden zu vertiefen und neue Kunden für unser Lösungsangebot zu gewinnen, haben wir in den letzten Monaten auf ICCAS, ACHEMA und dem DACH U(n)ser Meeting powered by Schuller & Company Flagge gezeigt.

Alle zwei Jahre richtet das Royal Institution of Naval Architects (RINA) die International Conference on Computer Applications in Shipbuilding (ICCAS) aus. Die 20. Auflage fand pandemiebedingt mit einjähriger Verspätung im japanischen Yokohama statt. Vertreter*innen von Werften, Hochschulen und Software-Herstellern trafen sich zu der dreitägigen Veranstaltung, die mit einer Keynote von Abe Akinori vom Japanese Maritime Research Institute eröffnet wurde. Akinori unterstrich die Bedeutung der Implementierung von PLM-Konzepten, nicht nur um die laufenden Prozesse zu verbessern, sondern auch als Mittel, um das Wissen eines Unternehmens zu bewahren. Die Digitalisierung sei der Schlüssel für ein inhaltlich besseres Angebot, Qualitätsverbesserung und Kostenreduktion. Dies diene der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit einer Industrie, die sich auch in Japan einem starken Wettbewerbsdruck ausgesetzt sieht.

Zahlreiche CAx- und PLM-Hersteller präsentierten in Japan ihre Lösungen, darunter CADMATIC, Dassault Systèmes, NAPA, Siemens Digital Industries Software und SSI. Unsere Hamburger Schiffbau-Experten nutzten die Veranstaltung, um Vertreter*innen von Werften aus der ganzen Welt zu treffen. Die Teilnahme an der Konferenz ermöglichte uns viele Gespräche, die man in der weltweit verteilten Industrie sonst nie so einfach geführt hätte.

Dabei zeigte sich, dass unsere Integrationsangebote im Umfeld der Digitalisierung und unsere Kundenreferenzen aus Europa und Asien auf reges Interesse stoßen.

In mehreren Vorträgen stellten wir unter anderem unsere Konzepte für die Integration von schiffbaulichen Software-Lösungen vor und erläuterten die Ziele des Forschungsprojekts ProProS. In dem Gemeinschaftsprojekt mit der Lürssen-Werft und der RWTH Aachen entwickeln wir einen Demonstrator, um die Produktionsplanung im Schiffbau durchgängig zu digitalisieren und Störungen rechtzeitig zu erkennen, ihre Auswirkungen zu ermitteln und Planungsalternativen zu erstellen. Außerdem präsentierten wir in Japan unser 3DigitalTwin-Angebot für die KI-basierte Rückführung von CAD-Modellen aus 3D-Scans.

Digitalisierung von Bestandsanlagen

3DigitalTwin lässt sich nicht nur im Schiffbau nutzen, sondern wurde ursprünglich für den Anlagenbau konzipiert. Viele Anlagenbetreiber stehen vor der Herausforderung, digitale Zwillinge ihrer bestehenden Anlagen aufzubauen, um z.B. Wartungsmaß-nahmen oder Umbauten effizienter planen zu können. 

Das manuelle Nachmodellieren der Anlagen ist jedoch mit einem immensen Zeit- und Kostenaufwand verbunden, der sich durch 3DigitalTwin drastisch reduzieren lässt.

Auf der ACHEMA in Frankfurt, der weltweit größten Messe für den Anlagenbau und die Prozessindustrie, zeigten wir 3DigitalTwin auf einem gemeinsamen Stand mit Schuller & Company erstmals einem internationalen Publikum. Wir arbeiten bei der Implementierung der Lösung eng mit den Anlagenbau-Expert*innen von Schuller zusammen, die sich unter anderem um die Verknüpfung der 3D-Modelle mit den Informationen aus dem P&ID kümmern. Außerdem präsentierten wir die Lösung auf dem DACH U(n)ser Meeting powered by Schuller & Company, dem Treffen der AVEVA Community im deutschsprachigen Raum, das in Frankfurt stattfand. In einem gut besuchten Vortrag erläuterten wir den Teilnehmenden, wie wir die KI nutzen, um die Punktewolken aus 3D-Scans zu segmentieren und in 3D-Modelle umzuwandeln, und welche Vorteile hierdurch entstehen.

Unser einzigartiger Ansatz zur Generierung von Modellen aus 3D-Scandaten stößt sowohl bei Anlagenbetreibern als auch bei Ingenieurbüros, die oft die manuelle Digitalisierung der Bestandsanlagen übernehmen, auf großes Interesse. Auf der ACHEMA knüpften wir interessante Kontakte zu internationalen Raffinerien, Pharmaherstellern und Betreibern von Chemieanlagen, die an einer schnellen und kostengünstigen Digitalisierung ihrer Bestandsanlagen interessiert sind. Wir nutzten die Gelegenheit, um ihnen auch unser Angebot an Migrations- und Integrationslösungen vorzustellen. Auch unser Service zur Vereinfachung von Modelldaten traf einen Nerv. Modelldaten von Zulieferern lassen sich so in vereinfachter Form und mit wenig Datenvolumen ins Anlagenmodell integrieren.

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