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PROSTEP-Studie über das Zusammenspiel von PLM und ALM

Von Peter Wittkop

Wie managen Hersteller Software-lastiger Produkte das Spannungsfeld zwischen PLM und ALM? Diese Frage untersucht eine PROSTEP-Studie, für die Unternehmen unterschiedlicher Branchen befragt wurden. Eine wichtige Erkenntnis der Studie ist, dass der Integrationsgrad zwischen Product und Application Lifecycle Management derzeit nicht ausreicht, um die digitale Durchgängigkeit und Rückverfolgbarkeit sicherzustellen.

Ziel der gemeinsamen Studie von PROSTEP und PROSTEP-Tochter BHC war es, die aktuelle Rollenverteilung zwischen PLM und ALM bei der Entwicklung mechatronischer und Software-lastiger Produkte und die künftige Strategie der Unternehmen für das Systems Lifecycle Management (SLM) zu bestimmen. Dazu befragten die Macher der Studie Führungskräfte und Fachexperten von führenden Unternehmen aus Automobilindustrie, Maschinenbau, Elektroindustrie und Medizintechnik. Das größte von ihnen hatte ca. 400.000, das kleinste 100 Mitarbeiter.

Die Studie bestätigte, dass die Welt der Entwicklung im Wandel ist und dass der Stellenwert von ALM mit der wachsenden Bedeutung der Software im Produkt zugenommen hat. Immer öfter übernimmt ALM gegenüber PLM die Führungsrolle. Die Studie zeigte aber auch, dass ALM bislang nur als Insel gut funktioniert, weil die Software deutlich schlechter als die Mechanik oder die Elektrik/Elektronik in die Engineering-Prozesse integriert ist. Die Folge ist, dass die disziplinübergreifende Rückverfolgbarkeit (Traceability) der Entwicklungsergebnisse bei kaum einem Unternehmen vollständig gegeben ist, obwohl die meisten sie für eine zentrale Anforderung für die Zukunft halten.

Ungeachtet der Schwierigkeiten, die Rückverfolgbarkeit sicherzustellen, gibt es keinen klaren Trend zum Einsatz von PLM- und ALM-Lösungen aus der Hand eines Herstellers. Das hängt wohl damit zusammen, dass diese Systeme noch nicht so gut integriert sind, dass ihre Nutzung einen Vorteil gegenüber einer Best of Breed-Strategie verspricht. Außerdem spielen andere Kriterien wie z.B. die Cloud-Fähigkeit der Lösungen bei der ALM-Auswahl eine Rolle.
Bei Initiativen zur PLM-ALM-Integration ist deshalb ein Mix aus allen bekannten IT-Lösungen zu beobachten, ohne dass diese Integrationen immer das Ziel einer durchgängigen Rückverfolgbarkeit unterstützen.

Wenn Sie mehr zu den Ergebnissen der PROSTEP-Studie erfahren möchten, klicken Sie hier. Sie steht Ihnen kostenlos zur Verfügung.

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