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Neue Entwicklungen für OpenPDM SHIP beschleunigen

Von Matthias Grau

Im letzten Jahr hat PROSTEP die Entwicklung der Integrationsplattform OpenPDM SHIP vorangetrieben. Die Funktionalität wurde in mehreren Bereichen erweitert, wie z.B. Schnittstellen zu CADMATIC und ShipConstructor oder NAPA- und NESTIX-Konvertierungen. Der kontinuierliche Ausbau unseres Know-hows für schiffbauspezifische Softwarelösungen hat für uns hohe Priorität.

OpenPDM SHIP ist eine speziell für den Schiffbau konzipierte Integrationsplattform, die schiffbauspezifische CAD/PDM/PLM- und ERP-Lösungen und mechanische CAD-Anwendungen über standardisierte Konnektoren miteinander verbindet. Das Produkt wurde im Zuge der Entwicklung zahlreicher Kundenprojekte eingeführt, bei denen wir uns mit ähnlichen Anforderungen der Werften auseinandergesetzt haben. Die COVID-Pandemie verlangsamte den Fortschritt der Kundenprojekte, schuf aber eine einmalige Gelegenheit für die Entwicklung, um einen Sprung nach vorne zu machen und die Funktionalität der Lösung zu erweitern.

Neue Konnektoren zu CADMATIC, AVEVA E3D

Der OpenPDM SHIP-Konnektor zur CADMATIC Web-API bietet neue Möglichkeiten und mehr Flexibilität beim Datenzugriff. Neben dem Zugriff auf Outfitting-Modelle ermöglicht er den Zugriff auf Rumpfdaten für die CADMATIC Hull COS-Version. Für den CADMATIC eShare-Konnektor wurden zusätzliche Funktionen hinzugefügt, um die 3D-Visualisierungs- und Kollaborationsplattform mit in PDM-Systemen gespeicherten Daten, wie z.B. Genehmigungs-, Beschaffungs- oder Lieferstatusinformationen oder anderen Daten zu verbinden.

Eine weitere bedeutende Entwicklung, die sich derzeit im Aufbau befindet, ist der neue Konnektor zu Everything3D (E3D), dem Nachfolgesystem von AVEVA Marine. Mit einem Kunden, der das System bereits produktiv einsetzt, arbeiten wir an einem OpenPDM SHIP E3D-Konnektor, der zunächst die Übertragung der Outfitting-Daten abdeckt. In weiteren Schritten wird die Schnittstelle erweitert, um in Zukunft auch E3D Hull zu unterstützen.

Zusätzliche Funktionalität für CAD-Konvertierungen

Bei der nativen Generierung von ShipConstructor-Daten aus Drittanwendungen wie z.B. NAPA haben wir deutliche Fortschritte gemacht. Eine entsprechende API von SSI, die sich noch in der Entwicklung befindet und ständig erweitert wird, ermöglicht es, Teile des Rumpfes oder der Stahlstruktur nativ in ShipConstructor zu generieren oder zu regenerieren.

Der Konnektor übersetzt die Design-Absicht bei der Generierung von Rumpfstrukturen in NAPA oder anderen schiffbauspezifischen CAD-Systemen in entsprechende ShipConstructor-Operationen. Das folgende Video erklärt den Workflow der Konvertierung.

OpenPDM SHIP unterstützt das Mapping von Daten und Strukturen aus ShipConstructor für die Fertigungsplanung mit NESTIX, das auf zahlreichen Werften zur Planung der Arbeitspakete für das Schneiden und Schweißen eingesetzt wird. Zuvor freigegebene Funktionalitäten für die CAD/CAM-Prozesskette arbeiteten konsistent zwischen AVEVA Marine und NESTIX.

Der agile Ansatz zur kontinuierlichen Entwicklung

Das Alleinstellungsmerkmal von OpenPDM SHIP ist die Integrationsfähigkeit zwischen vielen schiffbauspezifischen CAx-Systemen und PDM-Lösungen. Dies erfordert ein tiefes Fachwissen über Austauschformate und Integrationstechnologie sowie eine enge Zusammenarbeit mit den CAD-Software-Entwicklern. Das interne Wissen auf einem hohen Niveau zu halten, ist eine der Prioritäten für die PROSTEP-Forschungsteams.

Die Robustheit und Qualität von OpenPDM SHIP hat sich weiter verbessert, weil die Entwicklung der Integrationsplattform für die Schiffbauindustrie nun enger mit der allgemeinen Entwicklung der OpenPDM-Plattform abgestimmt ist. Wir synchronisieren die Sprints der SHIP-Entwicklung mit den Sprints der allgemeinen OpenPDM-Entwicklung. Unsere Integrationsplattform fügt sich damit nahtlos in die Produktfamilie ein.

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