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Starke Präsenz auf dem prostep ivip Symposium

Von Peter Pfalzgraf

Corona-bedingt fand das prostep ivip Symposium auch in diesem Jahr vor dem Bildschirm statt. Dessen ungeachtet war PROSTEP mit seinen Themen rund um die digitale Produktentwicklung und Fertigung auf der virtuellen Veranstaltung sehr präsent. Viel Flagge zeigten unsere Experten mit zahlreichen Fachbeiträgen, die auf der digitalen Plattform des Symposiums on demand bereitgestellt wurden.

Bunte Schuhe, Leidenschaft und 100prozentiges Engagement sind die Markenzeichen von Steven Vettermann, unserem Experten für das Thema Traceability oder Rückverfolgbarkeit, der beim Symposium eine besondere Ehrung erfuhr. Für seine Verdienste um die erfolgreiche Entwicklung des Vereins und des Symposiums ernannte ihn der Vorstand zum Ehrenmitglied. Vettermann war lange Jahre Geschäftsführer des prostep ivip Vereins und hat seine Expansion nach Asien maßgeblich mit vorangetrieben.

Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft war nicht der einzige Auftritt Vettermanns. In einer launigen „Late Night Innovation Show“ brachte er den Teilnehmern zusammen mit anderen Referenten sein Lieblingsthema, die Traceability, näher und erläuterte ihnen, was sie dazu beitragen kann, die Komplexität besser beherrschbar zu machen.

Ungeachtet der Pandemie hat PROSTEP in den letzten Monaten zahlreiche neue Kundenprojekte gewonnen und andere erfolgreich zum Abschluss gebracht. Einige Beispiele zeigen wir auf der digitalen Plattform des Symposiums.

  • Frank Brandstetter erläutert in seinem Vortrag zusammen mit einem Referenten des Kunden die Gründe für die Implementierung eines agilen Vorgehensmodells bei der Entwicklung der PDM-Landschaft von Daimler und die damit verbundenen Herausforderungen, gerade was die Harmonisierung der Arbeitsweise anbelangt.
  • Carsten Zerbst berichtet über die Implementierung eines neuen Toolsets für das Design komplexer Kreuzfahrtschiffe bei den MEYER-Werften in Papenburg und Turku, das die 3DEXPERIENCE-Plattform von Dassault Systèmes mit der schiffbaulichen Konstruktionslösung von CADMATIC kombiniert. Unsere Technologie sorgt im Hintergrund für eine nahtlose Integration der Systemlandschaft.
  • Mirko Theiß präsentiert in seinem Vortrag über die „PLM Cloudification“ ein Projekt zur Migration einer bestehenden On-Premises-Datenversorgungslösung in die Cloud. Basis ist die neue Version unserer Integrationsplattform OpenPDM, die auf dem Cloud-Stack von AWS bereitgestellt wird. Es handelt sich um das erste Beispiel eines Kunden, der OpenPDM in der Cloud nutzt.

Auf der digitalen Plattform präsentieren wir nicht nur interessante Kundenprojekte, sondern berichten auch über unsere Beteiligung an Forschungsprojekten und der Projektarbeit des prostep ivip Vereins. So stellt Josip Stjepandic den Teilnehmern eine voll automatisierte Toolkette für die Erstellung von Digital Twins von Produktionssystemen vor, die zur Planung und Analyse der Anlagen oder zur prozessbegleitenden Überwachung genutzt werden können. Entwickelt wurde die Lösung im Rahmen des Verbundprojekts DigiTwin. Ihre Grundlage sind 3D-Scandaten, die mit Hilfe von Verfahren der Objekterkennung ausgewertet und in Simulationsmodelle umgewandelt werden.

Die Arbeitsgruppen des Vereins sind in den letzten Monaten nicht müßig gewesen, wie die Vorträge bei der Live-Veranstaltung und die auf der Plattform bereitgestellten Beiträge dokumentieren. Daran hatten unsere Mitarbeiter maßgeblichen Anteil.

  • Gemeinsam mit anderen Teilnehmern der DDP-Projektgruppe erläuterte Torsten Schmied den Teilnehmern den Stand der Entwicklung des Digital Data Packages. DDP ist eine Art Metastandard für den Austausch konfigurierter und verlinkter Engineering-Daten, der den Digital Thread über Unternehmensgrenzen hinweg ermöglichen soll.
  • Andreas Trautheim und seine Kollegen aus der PSM-Projektgruppe (Project Schedule Management) gaben einen Überblick über die Fortschritte beim unternehmensübergreifenden Projektmanagement. Die Gruppe definiert Prozesse, Methoden und Schnittstellen zur Synchronisation des Terminmanagements für Unternehmen, die mit Wasserfall-, agilen oder hybriden Projektansätzen arbeiten.
  • Die Arbeitsgruppe PLIM (Production Lifecycle Information Management), in der Stefan Just mitarbeitet, will die Lücke zwischen den heterogenen Datenquellen in der Produktionsprozessplanung mit Hilfe eines generischen Informationsmodells schließen. In einem weiteren Vortrag berichtet Just über die Arbeit der AMI-Projektgruppe (Additive Manufacturing Interfaces), die ein spezifisches Datenmodell und eine einheitliche Semantik für die Weitergabe von Daten für additive Fertigungsverfahren entwickelt.
  • Die Aktivitäten der ICF-Projektgruppe (Integrated Collaboration Framework) erläutert unsere Kollegin Tamara Hofmann. Sie kümmert sich unter anderem um die Erarbeitung einer fachübergreifenden Ontologie für die interdisziplinäre Zusammenarbeit und entwickelt einen Leitfaden, wie diese gemeinsame Konzeptualisierung in den Unternehmen umgesetzt werden kann.

Die Vorträge der Live-Veranstaltung und die Fachbeiträge in der On-Demand-Bibliothek der Plattform stehen den Teilnehmern des Symposiums noch bis zum 30. Juni online zur Verfügung.

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