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Integration hat viele verschiedene Dimensionen

Von Mirko Theiß

Integration bedeutet weit mehr als das Verbinden einzelner Systeme. Um die digitale Durchgängigkeit zu erreichen, müssen Unternehmen mehrere Dimensionen gleichzeitig adressieren. Insbesondere innerhalb des Unternehmens entscheidet die Integration von Daten, Prozessen und Systemen darüber, ob der Digital Thread tragfähig ist. PROSTEP unterstützt diese komplexen Anforderungen an eine heterogene Systemlandschaft mit einer leistungsfähigen Digital Thread-Plattform.

Integration wird häufig verkürzt verstanden: Wer lediglich Verbindungen zwischen Applikationen schafft, löst zwar lokale Kopplungsprobleme, bewältigt aber nicht die übergreifende Komplexität. Die digitale Transformation verlangt nach einer mehrdimensionalen Integrationssicht, die Daten, Informationen, Prozesse, Systeme, Organisationen, Technologien, den Lebenszyklus und das Wissen einbezieht. Nur wenn diese Dimensionen bewusst gestaltet und orchestriert werden, entsteht ein belastbarer digitaler roter Faden, der den gesamten Produktlebenszyklus abdeckt.

Produktinformationen entstehen in verschiedenen Fachdomänen (ALM, CAD, PLM, ERP, etc.), werden in spezialisierten Management Systemen verwaltet und müssen konsistent und aktuell in den Umgebungen der Beteiligten verfügbar sein. Ohne eine saubere Datenintegration drohen Inkonsistenzen, die zu Fehlern in Entwicklung, Fertigung und Service führen. Eine robuste Datenintegration stellt sicher, dass Stammdaten, Strukturen und Modelle über Systemgrenzen hinweg eindeutig referenzierbar sind und Versionsbeziehungen nachvollziehbar bleiben. 
Entscheidend ist dabei die richtige Abbildung: Stücklisten, 3D Geometrien, Simulationsergebnisse und Qualitätsdaten müssen nicht nur technisch austauschbar sein, sondern auch bedeutungsgleich in den Sichten der Beteiligten interpretiert werden.

Abteilungsübergreifende Workflows sind oft nicht durchgängig integriert, was zu Verzögerungen und Fehlern führt. Änderungsmanagement, Freigaben oder Konfigurationsprozesse sind Beispiele für Abläufe, die ohne domänenübergreifende Integration ins Stocken geraten. Effektive Prozessintegration definiert durchgängige Workflows über die beteiligten Systeme hinweg, automatisiert Übergabepunkte, sorgt für Traceability zwischen Aktivitäten sowie Ergebnissen und verankert Governance Regeln dort, wo sie wirken: in den operativen Abläufen. Erst dadurch entsteht ein verlässlicher Informationsfluss von der Produktidee über Entwicklung und Fertigung bis in den Betrieb.

ALM, PLM, ERP, MES und IoT Plattformen arbeiten häufig isoliert, wodurch der digitale Zwilling unvollständig bleibt. Eine moderne Systemintegration stellt standardbasierte, skalierbare Schnittstellen bereit, die sowohl synchron als auch asynchron funktionieren und Nachverfolgbarkeit ermöglichen. Sie berücksichtigt Leistungsaspekte, Sicherheit und Wartbarkeit. Ziel ist der Aufbau eines integrierten Ökosystems, in dem Informationen aus Anforderungsmanagement, Produktdatenverwaltung, ERP, Produktionsleitsystemen bis hin zum Kundenservice über vernetzte Produktmodelle den Digital Thread anreichern, um die heutige Fragmentierung zu reduzieren. 

Darüber hinaus gibt es weitere Dimensionen, die nicht ignoriert werden dürfen:

  • Informationsintegration sorgt für semantische Verknüpfungen zwischen Anforderungen, Funktionen und Geometrie, um Informationsinseln zu vermeiden. 
  • Organisationsintegration adressiert globale Kollaboration, die oft an unterschiedlichen Rollenmodellen, Sprachen und Governance Strukturen scheitert. 
  • Technologische Integration überwindet proprietäre Schnittstellen und fehlende Standards zugunsten einer offenen, skalierbaren IT Architektur. 
  • Lebenszyklus Integration schließt den Kreislauf, indem Feedback aus Betrieb und Service systematisch zurück in die Entwicklung fließt. 
  • Wissensintegration sorgt dafür, dass Erfahrungswissen der Mitarbeiter*innen und KI Ansätze nicht isoliert bleiben, sondern für Entscheidungen im gesamten Lebenszyklus nutzbar gemacht werden.

Mit dem Fokus auf interne Daten, Prozesse und Systeme entscheidet sich, ob die digitale Durchgängigkeit gelingt. Werden diese Dimensionen nicht konsequent gestaltet, entstehen Medienbrüche und ein fragmentierter Informationsfluss, der immer manuelle Nacharbeiten erfordert – mit spürbaren Auswirkungen auf Qualität, Kosten und Time to Market. Wer dagegen semantische Konsistenz, orchestrierte Workflows und standardbasierte Systemkopplungen etabliert, schafft die Basis für belastbare Digital Twins und für echte Traceability entlang des Lebenszyklus.

Die Herausforderungen sind groß, aber lösbar. Die PROSTEP Digital Thread Platform adressiert genau diese Komplexität. Sie bietet standardbasierte Bausteine für Daten  und Prozessintegration, verbindet heterogene Systeme zuverlässig, stellt Traceability über Artefakte und Aktivitäten her und fügt sich flexibel in bestehende IT Landschaften ein. Dadurch wird Integration nicht zum Hindernis, sondern zum strategischen Enabler der digitalen Transformation – mit höherer Datenqualität, stabilen Prozessen und einem vollständigen Digital Thread.

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