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Stillstand ist für uns keine Option

Von Karsten Theis

Stillstand ist Rückschritt, lautet eine Lebensweisheit von Konfuzius. Doch nicht jede Bewegung ist Fortschritt - es kommt auch auf die richtige Richtung an. Sie zu erkennen, ist für die Unternehmen im Zeitalter der neuen, globalen Unübersichtlichkeit nicht einfach. Die schwierigen Randbedingungen der Unternehmensführung werden oft mit dem Akronym VUCA (Volatility, Uncertainty, Complexity and Ambiguity) beschrieben. Sie lassen sich nur mit Agilität meistern.

Es gibt zahlreiche Beispiele von einst erfolgreichen Unternehmen, die die Zeichen der Zeit nicht rechtzeitig erkannt haben und ihre Führungsposition eingebüßt haben oder sogar ganz vom Markt verschwunden sind. Erfolg macht oft träge. Wir bei PROSTEP haben daraus die Lehre gezogen, dass wir uns ständig neu erfinden müssen, wenn wir erfolgreich bleiben wollen. Ohne die bestehenden Lösungen und Dienstleistungen zu vernachlässigen, haben wir unser Leistungsportfolio kontinuierlich erneuert und werden es in Zukunft vermutlich noch häufiger tun müssen, denn die digitale Transformation führt zu einem wachsenden Veränderungsdruck. Darauf müssen auch wir noch agiler reagieren.

Rund 80 Prozent unseres aktuellen Portfolios an Dienstleistungen ist in den letzten zehn Jahren komplett neu entstanden, was nicht immer ohne Reibungsverluste ging. Neue Angebote wie die PLM-Strategieberatung zu entwickeln und in den Markt einzuführen, erfordert seine Zeit, insbesondere wenn man damit neue Zielkunden adressiert. Inzwischen haben wir uns auch im Maschinen- und Anlagenbau einen Namen als kompetenter PLM Think Tank gemacht und mit unserem Beratungsangebot renommierte Kunden wie Trumpf oder Festo gewinnen können. Auf diesen Erfolgen können und wollen wir aufbauen.

In den Softwareentwicklungsprojekten mit Großkunden in der Automobilindustrie übernehmen wir heute andere und anspruchsvollere Aufgaben als noch vor ein paar Jahren. Wir unterstützen Daimler & Co. beim Umbau ihrer PLM-Landschaften durch agile Methoden der Softwareentwicklung, die eine schnelle und flexible Reaktion auf neue Anforderungen ermöglichen. Durch die Akquisition unserer neuen Tochtergesellschaft BHC erweitern wir unser Angebot um die PLM-Integration der E/E- (Elektrik/Elektronik) und Software-Entwicklung – auch hier bieten wir jetzt die ganze Bandbreite von der Strategieberatung über den Entwurf von Konzepten und Architekturen bis hin zur Umsetzung der technischen Lösung.

Um rechtzeitig auf die sich ständig verändernden Anforderungen reagieren zu können, müssen wir den Finger am Puls der Zeit und das Ohr nahe am Kunden haben. Unsere enge Zusammenarbeit mit dem prostep ivip Verein und unsere aktive Beteiligung an Standardisierungsgremien wie der ASAM (Association for Standardization of Automation and Measuring Systems) helfen uns zu verstehen, mit welchen Herausforderungen sich die Unternehmen beschäftigen und wie wir sie dabei unterstützen zu können. Wir engagieren uns in zahlreichen Förderprojekten zu relevanten Zukunftsthemen, die uns wichtige Impulse für die Weiterentwicklung unseres Lösungsangebots liefern. Im Rahmen des gerade gestarteten ProProS-Projekts entwickeln wir z.B. mit der Lürssen Werft und der RWTH Aachen einen digitalen Zwilling für die proaktive Produktionssteuerung im Schiffbau.

Forschung und Entwicklung sind für uns eine wichtige Quelle für neue Produkt- und Service-Ideen. Deshalb kümmert sich unser Kollege Martin Holland als Mitglied der PROSTEP-Geschäftsleitung gezielt um das Thema F&E und den Technologietransfer von Forschungsergebnissen in unser Unternehmen. Diesem klaren Commitment verdanken wir nicht nur unsere tragende Rolle im SAMPL-Projekt, das zur Entwicklung einer Blockchain-fähigen Plattform für den fälschungssicheren Austausch von 3D-Druckdaten geführt hat, sondern auch unsere aktive Beteiligung an den aktuellen Förderprojekten zur digitalen Absicherung autonomer Fahrfunktionen V & V bzw. SET Level 4to5. Im Rahmen dieser Projekte entwickeln wir u.a. den Demonstrator einer Traceability-Lösung, die bei der Simulation und Homologation von automatisiert und autonom fahrenden Fahrzeugen die Nachweisbarkeit gewährleisten soll.

Die Förderprojekte bedeuten für uns ein massives Investment in den Auf- und Ausbau unseres Know-hows auf Gebieten, die wir für unsere künftige Geschäftsentwicklung als wesentlich erachten. Und sie sorgen dafür, dass PROSTEP im Markt als kompetenter Ansprechpartner für die neuen Themen rund um die Digitalisierung wahrgenommen wird. Daneben investieren wir aber auch in die Weiterentwicklung unseres bestehenden Lösungsangebots, z.B. indem wir unsere erprobte PLM-Integrationsplattform OpenPDM für den Einsatz in hybriden Cloud-Szenarien befähigen. Stillstand ist für uns keine Option, denn der digitale Wandel der Industrie verlangt neue Antworten. Dem wollen wir auch in Zukunft Rechnung tragen.

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