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TC Alliance: Dreimal eins macht vier

ein Interview mit Martin Holland

PROSTEP hat gemeinsam mit der ecs Engineering Consulting & Solutions GmbH und der InMediasP Ges. für innovative Produktentwicklung und Informationstechnik mbH die TC Alliance gegründet, um gemeinsam Produkte und Services rund um das PDM-System Teamcenter anzubieten. Dr. Martin Holland, Leiter Business Development bei der PROSTEP AG, erläutert im Interview die Motivation und die Hintergründe.

Frage: Warum tun sich drei Unternehmen, die zumindest in Teilbereichen die gleichen Kompetenzen haben, zu einer Allianz zusammen?

Holland: Die Einführung eines PLM-Systems ist eine sehr komplexe Aufgabe. Es geht nicht nur darum, ein System zu installieren, sondern auch darum, das Potenzial zu heben, das sich unsere Kunden von der Einführung des Systems versprechen. Dabei müssen Aspekte wie die Definition der PLM-Strategie, die Optimierung von Prozessen und Anwendungen, die Migration der Altdaten und die optimale Einbindung der Mitarbeiter in das Projekt berücksichtigt werden. Das erfordert sehr viel Erfahrung und Know-how, das keine der drei Firmen in allen Bereichen in der erforderlichen Tiefe mitbringt. Es gibt zwar Kompetenzen, die alle Partner haben, aber die Überlappungen sind nicht so groß. Deshalb können wir durch die Kombination unserer Stärken den Kunden einen echten Mehrwert bieten – frei nach unserem Motto 3 x 1 = 4.

Frage: Welche Produkte oder Services bringt PROSTEP, welche die beiden anderen Partner in die Kooperation ein?

Holland: PROSTEP hat viel Know-how in der Strategieberatung. Außerdem bringen wir in die Partnerschaft unsere Kompetenz bei der Migration und Integration von PLM-Systemen sowie unsere Lösungen für den Datenaustausch mit Zulieferern und Partnern ein. Ecs ist Spezialist für die Implementierung und das Customizing von Teamcenter und bietet Lösungen, die das systemübergreifende Arbeiten mit unterschiedlichen PLM-Systemen vereinfachen. InMediasP ist spezialisiert auf die Optimierung von PLM-Prozessen, das Varianten- und Konfigurationsmanagement sowie das Human Change Management.

Frage: Alle drei Unternehmen sind Partner von Siemens? Wird die Partnerschaft durch die TC Alliance aufgewertet?

Holland: Wir haben im Vorfeld mit Siemens gesprochen, und unsere Idee wurde positiv aufgenommen, weil wir mit unserer geballten Kompetenz und unseren insgesamt 100 Teamcenter-Experten auch größere PLM-Projekte erfolgreich durchführen können. Mit seinen vielen Modulen ist Teamcenter eine sehr umfassende Produktfamilie, die weit mehr abdeckt als die klassischen PLM-Funktionen. Siemens verspricht sich von der TC Alliance den Verkauf zusätzlicher Lizenzen und wird uns deshalb in Zukunft wesentlich besser unterstützen. Es ist also für beide Seiten eine Win-win-Situation.

Frage: Was dürfen sich die Teamcenter-Kunden davon versprechen? Welchen Mehrwert bietet Ihnen die Allianz?

Holland: Der größte Mehrwert ist sicher, dass wir ihnen von der PLM-Prozessberatung über die Systemeinführung, die PLM-Migration und -Integration bis zur Optimierung bestehender Teamcenter-Installationen alles aus einer Hand bieten können. Der Kunde hat nur einen Ansprechpartner, um auf das gesamte Leistungsangebot der Allianz zuzugreifen: Die Projekte werden von einem der Partner im Sinne eines Generalunternehmers geführt, der die anderen Partner als Unterauftragnehmer einbindet.

Frage: Welche Kunden werden Sie bevorzugt ansprechen? Neu- oder Bestandskunden, und hilft Ihnen Siemens dabei?

Holland: Wir werden natürlich alle unsere Bestandskunden ansprechen, wollen aber auch Neukunden unter den Unternehmen gewinnen, die z. B. auf Teamcenter umsteigen. Hier kann PROSTEP sein Migrations-Know-how ausspielen. Mit Siemens haben wir schon über gemeinsame Aktionen gesprochen, beispielsweise um den Machinery Catalyst, eine spezielle Teamcenter-Konfiguration für den Maschinenbau, intensiver zu vermarkten.

Frage: Gibt es schon Kundenprojekte, an denen man zeigen kann, wie die TC Alliance funktioniert? Wer übernimmt dabei den Lead?

Holland: Bisher gibt es erste Kundenkontakte, aber noch keine konkreten Projekte, da die TC Alliance ja noch ganz neu ist. Den Lead werden wir je nach Kundensituation und seinen Präferenzen festlegen.

Frage: Wird es über die Zusammenarbeit bei Projekten hinaus gemeinsame Aktivitäten bei Messen oder Veranstaltungen geben? Wo zum Beispiel?

Holland: Selbstverständlich wird es gemeinsame Aktivitäten geben. Wir waren kurz nach der offiziellen Ankündigung der Allianz auf der Siemens PLM Connection in Seeheim vertreten und bekamen übrigens von unseren Kunden sehr positive Reaktionen. Auch auf der Siemens PLM Europe vom 17. bis 19. Oktober in Berlin wollen wir gemeinsam auftreten. Darüber hinaus denken wir über eine gemeinsame Roadshow nach und werden natürlich alle Möglichkeiten des modernen Marketings nutzen. Vielleicht besuchen Sie mal unsere Webseite unter www.TC-Alliance.de.

Herr Holland, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Das Interview führte Michael Wendenburg.

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